Sonntag, 9. September 2012

Das Wochenende

Hallihallo Leute

Nachdem ich das Gefühl hatte, dass es meinen letzten Blogs an Würze fehlte, gönnte ich mir zwei Tag blogfrei. Apropo Würze: Hab grad Chili con Carne gemacht und meiner Maus das Würzen überlassen. Ich kann nur eines sagen: "The Chilipowder was hotter than expected".
Schreibversuch des Blogs ;)

Freitag - Downtown

Nach verspäteten Start in den Tag ging es los mit NBC Studio Tour. Hatte mir eigentlich mehr erwartet. Wir wurden in berühmte Studios von NBC geführt. Die beiden Guides hatten beinah Orgasmen, wenn sie von den Akteuren sprachen. Ich konnte leider wenig damit anfangen, da ich weder Dr. Oz noch Saturday Night Life kannte. Nach diesem eher herben Rückschlag fuhren wir Downtown um mit dem Hop on/Hop off Water Taxi, dass uns über den Seeweg rundum Manhattan bringen sollte, zu fahren. Tja. Ein bisschen zu viel geschaut und kurz den falschen Pier genommen, vertröstete uns die eher unfreundlich wirkende Schalterdame mit: last taxi left 5.30. Wir hatten es ein paar Minuten vorher wegfahren sehen.

Dass Frauen immer ihre Männer mustern müssen ;)

Wo ist der scheis Pier 17!!

Nach kurzer Krisensitzung beschlossen wir in die BODIES Exhibition zu gehen. Der krönende Abschluss war der Ground Zero bei Nacht. Die Bauarbeiten der neuen Tower war auch schon sehr Fortgeschritten seit meinen letzten Aufenthalt dort. Schlussendlich ging es wieder in unsere gemütliche Unterkunft heim.
der neue Tower - bald is er a groß :)

und noch ein letztes für alte Erinnerungen


Samstag - Der unspektakuläre Start ins Wochenende

Frisch und ausgeruht nahmen wir uns die Überquerung des East Rivers zu Fuß vor. Die Brooklyn Bridge bot uns eine atemberaubende Sicht auf die manhattaner Skyline. Anschließend wurden noch ein paar Souvenirverkäufer von uns zwar nicht reich, aber wir ließen zumindest ein paar Dollarchen bei ihnen.



Mit der nächsten Metro rauschten wir dann in eine andere Welt. Von Downtown ging es den Schönen und Reichen entgegen. Next Stop: 5th Avenue @ 88 Street. Diese Adresse wird wohl Manchen oder Mancher ein Begriff sein. Ein paar Schritte durch die Upper East und wir betraten den ersten Boden eines Museum. Ich hoffe, dass die Kunstliebhaber mir den nächsten Satz verzeihen. Mein Mäuschen und ich waren mehr von der Architektonik als von der Kunst des Gugenheimer Museum fasziniert, obwohl es was an Sich hat, wenn man mal einen echten Picasso vor Augen hat.
Mit Fortdauer des Nachmittages schlenderten wir ein bisschen im Central Park und schauten den eifrigen Läufern bei ihren teils nicht mehr sehr ergonomischen Laufstilen zu.




Da uns die Fotos von den Läufern zu wider war, mussten Imitationen her :D

Tja, es wurde dann augenmerklich finsterer und somit beschlossen wir Richtung der Station zu fahren, in der wir unseren Hauptattraktion des Abends abholten. Wir erfuhren erst am Abend, dass das Gewitterchen ein Tornado war. Aber da wir keine Kinder von Traurigkeit sind, uns die Zeit wie immer davonlief und uns der Hunger plagte, gingen wir in der PennStation in den KFC. Mit der kleinen Mahlzeit war auch dann schon die Zeit gekommen, wo unser heißersehnter Besuch eintreffen sollte. Treffpunkt war gleich Starbucks in der Pennstation. Na na. Wer erratet's? Es war eine grauenhafte Idee. Natürlich gab es dort mehrere Starbucks und mein Mausi und ich warteten am falschen. Da wir kein Handy mit hatten und das Payphone nicht den Dienst erwies, denn es sollte (scheis Münzenfresser), mühten wir uns ab, uns zu finden. Nachdem es doch geklappt hatte mit Payphone Bescheid zu geben, dass wir sie suchten, mutierte mein Mausi zur Marathonläuferin, die jeden zweiten Menschen bezüglich Starbuckse (was auch immer der Plural von Starbucks sein möge) anquatschte. Auf der Straße vor der Pennstation war wohl die beste Begegnung. Ein Afroamerikaner bemühte mich um eine Zigarette. Mein Mausi kam mir strengen Blickes entgegen, der eine leichte Konnotation von "Könntest du dich bitte beeilen" hatte. Ich muss ja nicht erwähnen, dass ich fleißig hinter ihr her dackelte und zusehen musste, dass ich Fuß hielt. Naja. Ich war mit diesem Afroamerikaner im Gespräch und sie fragte ihn gleich wo der Starbucks der Pennstation sei.
Nachdem er uns keine Antwort geben konnte, rief er kurzerhand die Straße zu irgendwelchen Typen entlang. "Hey man, where is the next Starbucks". Nur zur Ergänzung. Es war ein riesiger Schwarzer (ach scheis auf politische Korrektheit) mit tiefer Stimme. Ein kleiner Chinesoamerikaner oder wie wir sie liebevoll nennen [tsching-tschong] gab die Antwort. ("at the next corner, man"). Jep. That's the spirit. Tja leider vergeblich. Hier war Marlene leider auch nicht. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass der Starbucks der Pennstation 3 Straßen von der Pennstation weg ist und ich überredete mein Marathonmäuschen wieder in die Pennstation zu gehn. Dort fragten wir schließlich unseren Freund und Helfer. Der gab uns den entscheidenden Hinweis und wir fanden den ominösen Starbucks. Die Freude war durch die stündige Wartezeit sicher nicht euphorisch. (Funfact: die 2 Starbuckse waren genau 100m auseinander in der selben Halle; Starbucks = schlechte Idee als Treffpunkt, in Amerika zumindest)
Marlene im Gepäck fuhren wir kurz heim um uns für die nächtliche Sause fertig zu machen.
Es war Stand-Up Comedy am Programm. Da die einstündige Suchorgie eine zeitliches Loch in unsere Zeitmanagement riss, waren wir gezwungen mit dem Taxi zum  Club zu fahren. Der nicht sehr vertrauenerweckende Taxifahrer Victor brachte uns in time zur Vorstellung und ich hatte es gleich geschafft mich auf die Schippe nehmen zu lassen. Als die einzigen Auswärtigen gingen einige Späße auf meine Kappe. Aber der Abend stand unter dem Motto: LMFAO! ;)
Der Comedy Abend war vorbei. Was nun. Wir hatten mit den Tickets noch Nachtklub karten dazubekommen. Dieser war nur eine Straße entfernt und somit gaben wir diesen eine Chance.
Was mich da erwartete. Ich kann nur sagen: "I didn't expect that". Ohne irgendwelche Kontrolle oder Gegenwehr standen wir inmitten eines Stripklubs. Die erregten Nippeln der zahlreichen Tänzerinnen schauten mir direkt in die Augen. Nach den ersten Momenten des Schocks kamen wir zur Vernunft und wollten unser Recht der VIP-Tickets einfordern. Tja. Die Tickets sind eine Art Visitenkarte. Der Türsteher erklärte Marlene, dass 30 Dollar Eintritt waren. Er war aber so gnädig uns im Klub verweilen zu lassen. Wir nahmen Platz und schauten den Tänzerinnen bei der Ausübungen ihrer Arbeit zu. Dann kam die Hauptattraktion des Abends. Es war zufällig die Stripperin, an deren Rockzipfel wir in den Klub geschlüpft waren. Nach gut einer halben Stunde warf uns die Kellnerin aus dem Klub, da wir nichts zu trinken bestellten. Somit standen wir vor dem Klub und unterhielten uns gut mit den Türstehern und anderen, die da so rumstanden. Marlene spielte ihre Trumpf-Ass und kontaktierte ihre New York Bekanntschaften und irgendwann hatten wir schließlich ein Ziel. Nur wir wussten nicht, wie wir zur Destination gelangen sollten. Den Typen, den sie frage, war zufällig Lenker einer Limousine und hatte in diesem Moment nichts zu tun. Logische Schlussfolgerung. Limousinentransfer zu Lower East. Lautstärke auf Maximum, die Köpfe in den kühlen Fahrtwind geräkelt, ging es durch Manhattan. Der Rest des Abends verlief eher unspektakulär. Am Ziel unserer Fahrt fanden wir keinen Einlass und somit machten wir uns auf den Heimweg.

Sonntag

"J - E - T - S Jets Jets Jets" dröhnten schon von weiten die Schlachtgesänge der Anhänger der New York Jets. Nach Anreise und Unannehmlichkeiten beim Einlass ins Stadion verfolgten wir wie die Buffalo Bills abgeschlachtet wurden. Die Stimmung im Stadion war einzigartig und ist nicht zu beschreiben. Auf jeden Fall ein heißer Tipp für jeden der in den Staaten verweilt. Den Einbruch der Dämmerung genossen wir am Time Square. Den Ausklang des Abends sollte ein selbst gekochtes Chili con Carne bieten. Da es feuriger geraten war als erwünscht, mussten Tipps aus dem Internet für die Genießbarkeit sorgen. Taten sie schließlich auch.
Die Sonne kochte uns die Rübe weich und beschwerte uns einen schönen Sonnenbrand :(
aber das Spiel war fantastisch; Die Buffalofans taten mir fast schon ein bisschen Leid :D
Luftsprünge am Time Square

Mit vollem Magen bin ich jetzt in freudiger Erwartung auf die Anmeldung meiner Unikurse, die in knapp 3 Stunden beginnen wird.
Da bei mir jetzt die Geisterstunde anbricht, wünsch ich euch einen guten Montag Morgen.
Girio

Freitag, 7. September 2012

Tag 3: let the show begin

Nachdem ich feststellen musste, dass mein gestriger Blog haarsträubender Fehler enthielt, werde ich heute ein bisschen mehr drauf achten! Hatte es gestern eilig und war im Halbschlaf. Genug der Entschuldigungen. Es geht um die Wurst oder doch um New York. Nach 2 Shoppingtagen standen die ersten Sehenswürdigkeiten am Plan.
Dass Wetter war heute nicht ganz so erdrückend, weil ich musste schon den ersten Tribut zollen. Ich bin verkühlt und mein Rachen brennt wie Feuer. Ein Hoch auf Klimaanlagen!
Als Beginn unseres Sightseeing-marathon starteten wir mit Madame Tussauds. Ich war noch nie in einem und ich muss dort auch unbedingt sofort wieder hin. Gleich im Nachbargebäude war auch schon die nächste Show. Ripleys, believe it or not, ein Kuriositätenkabinett, enttäuschte mich schwer. Dass man mit Scheisdreck so viel Geld verdienen kann, ist mir unverständlich.
Nachdem ich mein Mausi durch dieses Kabinett der Langeweile durchgezerrt hatte wie einen Hund an der Leine, der sich sträubt zu laufen, machte sich zum ersten Mal unsere mangelnde Reiseplanung bemerkbar. Für mich war es nicht so tragisch. Nach kurzer Schweigephase entschlossen wir uns für die NBC Studio Tours. Da hatten wir aber die Rechnung ohne NBC gemacht. Die hatten irgendwas im Haus und somit fielen die ganzen Führungen aus. Aber wir konnten für nächsten Tag eine reservieren. Da kam Freude auf und weil wir schon im Rockefeller-Center waren, erklommen wir die 70 Stockwerke und waren "Top of the Rock".
Nun war es 5 pm und unser mittelfristigerPlan war nicht mehr einzuhalten. Wir verworfen diesen und hatten vor ins Sex Museum, eine kleine Aufheiterung zum Schluss muss sein, zu gehen. Wir gingen der Fifth Avenue entlang zu unserer U-Bahn Station.
Am Weg hatten wir noch Comedy Central Karten erstanden. Es wurde uns Tim Allen, Chris Rock oder Dave Chapelle versprochen. Wie wir uns wieder auf die Socken gemacht hatten, glitzerten die Augen meines Mausis. Ein riesiger Hollister versperrte unseren weiteren Weg. Naja, was hilfts. Wir gingen also rein. Innerhalb weniger Minuten hatte jeder von uns 7 Teile auf dem Arm.
Ich darf ihnen, liebes Publikum, leise gestehen, wir haben sehr viel Geld in diesem Etablissement verloren! ;)
In der Fifth Avenue hatten wir noch die Schönen und Reichen mit ihren Fummeln beobachtet und somit ging es auch heimwärts.
In der U-Bahn wurden plötzlich Saxophon-Laute immer lauter und lauter. Ich dachte nur: nein, nein, nein und da war er. Ein selbsternanntes Alien / Saxophon-Spieler in orangenem Kape und roter Sternsonnenbrille. Er quälte uns über 10 Minuten mit seinem Gedudel und mit der abschließenden Bemerkung, dass er erst aufhöre, wenn ihn die Leute bezahlen, ging er dann endlich und wir konnten wieder ruhig unserem Dasein fristen.
Da wir früher als sonst zuhause waren, bekochten wir uns, aßen auf dem Hausdach und unterhielten uns mit den anderen der Wohnung.
Dies war auch der Zeitpunkt, wo ich zu Bette fallend einschlief.
Schalten sie auch morgen ein, wenn es heißt "MetroNews 1" Einen schönen Abend noch

Donnerstag, 6. September 2012

Tag 2: Woodbury Common Outlet Center

Wer fürs erste gedacht, wir hätten genug geshoppt, der hätte fast richtig gelegen. Ich war eingedeckt bis obenhin mit neuen Klamotten, aber mein Fräulein Maus hatte sich nichts gefunden. So genossen wir ein paar Minuten länger im Bett und begaben uns zu Mittag nach New York. Am Morgen mussten wir aber noch ein paar Widrigkeiten strotzen. Der Billig-Adapter für die Steckdose passte irgendwie nicht für die Europäischen SchuKo-Stecker. Somit zerstörten wir ihn mit Nailclipper und Schere. Damit tat sich das nächste Problem auf. Die Stecker hielten nicht mehr, aber der blöde Adapter hatte die Rechnung ohne meiner Maus gemacht.
There you go! ;)

In New York ging es gleich zum Bus Terminal und wir kauften uns Tickets, womit es ohne Umschweife in das besagte Outlet Center ging. 1 Stunde außerhalb verbrachten wir ganze 10 Stunden mit Powershopping. Der letzte Verkäufer, der uns an diesen Tag bedienter, sah meine Verschleißerscheinungen. Meine Frau Maus war mit allen Wassern gewaschen.


Wenn ihre Vorstellungskraft für ein Leibchen mit ihrer kurzen roten Hotpant nicht ausreichte, schnappte sie eine Hose in der Umkleide, die noch vom Vorgänger liegen blieb und ein bisschen eng wirkte. Allen in allem ein gelungener Shoppingtag. Mein Scherz bei der Kassiererin, dass ich mich als "shoplifter" fühlte, weil ich 10000 Teile kaufte, kam auch ganz gut an. Mit dem allerletzten Bus fuhren wir zurück in New York. Es war beinah Mitternacht und am Hungertuch nagend verschlug es uns ins Applebees. Dort aßen wir und verfolgten die Niederlage der New York Giants bei ein paar Buds, ich will diese Brühe nicht Bier nennen. Ich zumindest. Mausi begnügte sich mit Smoothies und Icetea.

Nachdem mich die Rechnung nur halb erschlagen hat, ging es nach Hause mit der U-Bahn. Ab und an begegnete uns ein Giantsfan mit hängendem Kopf. In unserem Zug nach Brooklyn kam ich dann drauf, dass der Zug unsere Station in der Nacht nicht mehr anfuhr. Wir mussten eine Station früher raus. Da die Chance auf einen gratis Shuttlebus gering waren, beschlossen wir zu Fuß unseren Weg zu machen. War keine Weltreise, aber wir waren froh endlich zu Hause zu sein. Die Nachbarschaft schien auch in der Nacht eine gesellige zu sein und war keinesfalls angsterregend.
Nadann. Morgen gehts los mit Sightseeing.



Mittwoch, 5. September 2012

Tag 1: Times Square und Macy's

Nachdem mein erster Blog sehr viel Zeit beanspruchte und diese mir im Flugzeug gar nicht so lange erscheinte, werden die zukünftigen Blogs eher kürzer ausfallen. Zusammengepfercht aufs Wesentliche!

Wie schon gesagt, war heute shopping angesagt. Mit einer kurzen Wegbeschreibung marschierten wir einfach drauf los. Vom Hunger geplagt, hatten uns am Vortag gegen einen nächtlichen Imbiss entschieden, da meiner Mausi die Nachbarschaft unheimlich war, standen wir auch schon im Dunking Donuts. Kaffee in rauen Mengen und getoastetes Schinken-Käse-Weckerl plus Bananen und Donuts als zweiter Gang trugen ihres bei, um unsere Stimmung zu heben. Ich wollte nicht sagen, dass das bitter nötig war, aber diese war schon ein bisschen angespannt in der Früh.

Wenige Zeit später waren wir auch schon in Manhatten-Midtown. Wir holten unseren Touri-Pass ab und begaben uns zum Times Square, wo derzeit football kickoff gefeiert wird. Es war ein riesen Rummel um die Stars der New York Giants, die heute in die Saison starten. Wir nahmen an Umfragen teil, bekamen gratis Essen etc. wie man das ja kennt. Ich musste auch einer Dame erklären, wie ich als Europäer an Jets-Tickets kam. Die Amis glauben auch wirklich außer ihnen kann kein Mensch lesen?! Naja, sie gestand mir ihren Neid und wir zogen Richtung Empire State Building, wo ja bekanntlich das Ziel unseres heutigen Tages war. MACY'S! long story short! Ich hatte wie ein verrückter eingekauft und mein Mäuschen hatte nichts gefunden. Ich hoffte für sie, dass sie am morgigen Tage fündig werde im Outlet-Center. Ihre Auswahl an sauberen T-shirts neigte sich nämlich dem Ende zu.

Nach grad einmal 10 Stunden Shoppen ging es auch schon wieder heimwärts. Wir lernten unsere weiteren Mitbewohner kennen. Und dann schlug mir die Müdigkeit mit der Faust ins Gesicht.

 Warten auf den Zug. 
 Keine Toiletten :(
 Frühstück :)


 Time Square





 mein Mausi brachte mir wirklich eine Röhrl-Jeans! Ich hatte Angst, dass die Naht bei den Ober-und Unterschenkel jeden Moment reißen würde :D

Dienstag, 4. September 2012

Hoch zu Dampfross ritterten wir der Hauptstadt der Bajovaren entgegen. Frühmorgens, noch kein Strahl der Sonne berührte den tau-bedeckten Boden, und ein tapferer Recke mit seiner holden Maid wagten sich aus der vertrauten Heimat fort, um die Ureinwohner Amerikas verstehen zu lernen, ihre Kultur zu bewundern und ihre Essgewohnheiten zu verachten.
So stell ich mir den Anfang einer guten Geschichte vor, doch es kam viel besser. Die Reise hatte noch gar nicht begonnen und schon wollte meine holde Dame, normalerweise recht ruhigen Gemütes, einen Herrn durch mein Telefon ins Gesicht springen. Für diejenigen, die meine fantastisch vorgetragenen und überhaupt nicht in die Länge gezogenen, mit Mimik und Gestik unterstützten Geschichten kennen, man hat mit dem geschriebenem Wort einen noch längeren Atem. ;)
Alsdann: Papa Cheesy erzählt euch die Geschichte von der Julia und ihren ersten Versuchen mit der Kreditkarte. An dieser Stelle hab ich kurz gezögert. Ich wollte den anfänglich langweiligen und allgemeinen Teil weglassen, ABER wer hat es erraten? Stimmt. Es wäre nicht ich! :D
Jetzt ist ein bischen Vorstellungskraft gefragt. Bei Jenen, die länger als 4 Stunden fernsehen oder nicht mehr wie 20 Zeilen lesen können, verabschiede ich mich und bedanke mich sehr herzlich. (Ihr schaut die ZIB auch im 3Sat? Ihr Knicker) Eines noch vorweg. Meine anmutige und liebreizende Freundin wird von mir mit den überaus einfallsreichen Kosenamen "Mausi" gerufen. Sodala, nun denke ich, können wir mit der Geschichte lospreschen. Oder wie Falco es ausdrücken würde - 1 2 3 es is nix dabei - wenn i eich erzähl die Gschicht.
Wie es sich für ein junges Fräulein gehörte, das eine Reise in die Vereinigten Staaten unternimmt, bestellte sich auch mein Mausi eine Kreditkarte. Diesen Schritt freute nicht nur mich. Ich sah meiner Kreditkarte ein sternschnuppengleiches Schicksal voraus, die in meiner branntblasenübersähten Hand im vollen Glanze vor sich hin glüht. So war es in meiner Vorstellung. Aber es kam anders. Mein  Frauchen bestellte ihre erste Kreditkarte und hielt somit grenzenlose Freiheit in Form einer goldenen Scheckkarte in der Hand. Der fabrikneue Geruch tat dem Duft nach Freiheit keinen Abbruch. Sanft streichelte sie die Prägung der Kreditkartennummer. Ihre Augen glänzten und funkelten im goldenen Angesicht der Karte. Wiedereinmal konnte es sein, dass ich leicht vom Thema abgekommen bin. Die Kreditkarte hatte Mausi ja schon länger. Nun befanden wir uns am Tag vor der Abreise. Ich hatte mich so weit vergaloppiert, dass ich es selber nicht mehr wusste, wo ich war. HAHAHA NOT.
Der Tag vor der Abreise. Er wird mir immer in Erinnerung bleiben. Eigentlich begann er eher unspektakulär. Ein bisschen Arbeiten - ein klein wenig Bandprobe, kurz noch mit den Burschen der Band zusammengesessen und nach ein paar Bierchen mit leichtem Damenspitz ging es schlussendlich gegen Mitternacht nach Hause. Packen war angesagt. Mit der Motivation eines Politikers, der ehrlich etwas Bewegen will, ging ich ans einpacken. Nach einer Stunde und 3 Zigarettenpausen (ich weiß Zigarettenpause ist keine SI-Einheit für Zeit, ist sehr unterschiedlich, kann aber mit 5 Minuten gut berechnet werden oder unter Stress oder im working-mode mit 2 Minuten) fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Wir hatten den 24-Stunden Online Check-In. Die 24 Stunden waren ja eh schon lang angebrochen und somit kramte ich unsere Papiere heraus. Ich checkte munter drauf los und ein. Mangelnder Konzentrationsfähigkeit, konnte sowohl die Bierchen als auch simple Übermüdung sein, dauerte dieses Prozedere 1 Stunde. Im Laufe dessen gesellte sich auch mein Mausi zu mir. Nachdem ich unsere Boarding Pässe ausgedruckt und eine Wahnsinnsidee selten alleine bleibt, kam auch mein Mausi auf eine. Sie könnte die Online-Abfrag ihrer Kreditkarten-Umsätze aktivieren. Gesagt; getan. Ich hingegen war schon am kritischen Punkt der Müdigkeit angelangt. Ihre Unterlagen im Unterarm ließ sie mir keine andere Wahl und ich nahm ihre Befehle entgegen. Auf Grund der fortgeschrittenen Übermüdung, konnte als FAST-REM-Schlaf eingestuft werden, diktierte sie mir gewisse Sachen oft 3-mal. Ihre Stimmung wurde zusehends schlechter. Ein kurzer Triumph meinerseits vermochte die Situation auch nicht lockern und so passierte, dass ich nach wiederholter Falscheingabe ihres Einmalpasswortes, ihren Account gesperrt hatte. Das Unheil war angerichtet, aber es sollte mir noch sehr viel Freude bereiten. Die Reaktionen konnten nicht unterschiedlicher sein. Meine Wenigkeit begnügte sich mit Resignation und sich dem Wunsch der Müdigkeit  hinzugeben. Anders war Mausi zumute. Ihre Stimmung kippte schlagartig und war nun brodelnde Wut. Ich versuchte mich gleich in Deckung zu bringen, aber eigentlich war der Zeitpunkt schon gekommen, wo mir alles Wurscht war. Plötzlich sah sie die Nummer des Kundenservice, dessen ungeachtet: es war 2 Uhr morgens. Mausi ließ es sich nicht nehmen wutentbrannt dort anzurufen. Sie erwischte einen äußerst höflichen Mitarbeiter, der ihr sachlich erklärte, dass sie 2 Einmalpasswörter angefordert hätte und das Zweite wohl noch mit der Post unterwegs sei. Er hatte den Account wieder entsperrt. Mein Fräulein Maus war von dieser Nachricht nicht so angetan und beschloss kurzerhand auf Stur zu schalten und es zu verneinen. Ich konnte mich im Hintergrund nicht mehr beherrschen, da das Gespräch bizarre Formen angenommen hatte. Ich lachte so laut, dass der werte Herr auflegte. Die brachte meine Frau Maus auf die Palme und ich musste dabei immer heftiger lachen. (Mein Kopf lag am Tisch --> nicht geeignet für Lachen -->Vibrationen) ;)
Mein Fräulein schaukelte sich indes selbst vor Wut auf. Mein Lachen sollte noch sein Übriges tun. Sie schnappte sich nochmal das Handy. Wahlwiederholung. Sie grüßte den Mann: ja, nochmal Edtmayer. Man konnte deutlich hören, obwohl kein Lautsprecher eingeschalten war, dass der Mann antwortete: da habens mit meinen Kollegen telefoniert. So ging das Gespräch von vorne los, nur dass mein Mausi das zweite Einmalpasswort wissen wollte. Ich konnte mich vor lachen kaum noch auf dem Sessel halten. Ich hatte meine Maus mit dem Lachen angesteckt. Jetzt wurde der Servicemitarbeiter ungemütlich und fragte, ob sie eigentlich wüsste, dass es in Österreich 2 Uhr morgens sei und dass die Service-Hotline keine Notfall-Hotline ist. Da Sprach meine Maus die legänderen Worte, wonach ich mich am Boden vor lachen räkelte.
"Aber da steht, ich kann sie anrufen."
Ich lachte. Meine Maus lachte. Ob der Servicemitarbeiter gelacht hatte, wissen wir nicht. Er hatte aufgelegt.
Schlussendlich hatten wir uns durchgerungen ins Bett zu gehen. Meine Frau Maus nahm nur schnell ihre Handtasche und hatte plötzlich das zweite Einmalpasswort in Händen. Wie ist das Wort dafür. Aja, richtig Blasphemie! Hehehe
Account angemeldet und ab ins Bett. Fertig gepackt wurde früh morgens.
5 Uhr Tagwache. Frühstück, Packen, Dusche etc. standen auf der Tagesordnung. Unser Taxi flog uns beinah mit dem Auto von Mondsee nach München. An dieser Stelle DANKE DOMI!
Das einzige weitere Highlight bestand darin die Leute am Bag Drop vor zu lassen, welche eine Stunde vor uns flogen. Sie hatten schon leichten Angstschweiß auf der Stirn, wenn sie auf die Uhr blickten. Nach 12 Stunden Flug waren wir an dem Ort unserer Bestimmung angelangt. In der großen Fremden Stadt versuchten wir auch unsere "Host" zu erreichen. Fehlanzeige. Mit der Ungewissheit nahmen wir uns trotzdem ein "Yellow Cab" und nach mehreren Schwierigkeiten unserem Taxifahrer die Adresse beizubringen, gaben wir sie ihm schriftlich. Weiters kämpften wir mit der Angst, dass unser Gepäck bei jeder Bodenwelle flöten gehen konnte, da die Spaltmaße des Kofferraumdeckels ca 10 cm betrugen. Schließlich an der Adresse angekommen, fanden wir das Haus nicht. War auch ziemlich schwer, da es eher nach Industriegebiet als nach Wohngegend aussah. Unser Taxifahrer unterstützte uns und suchte mit uns die Tür. Nach kurzem auf und ab der Straße fanden wir sie schließlich. Die Tür zu unserer Dusche. War auch bitter nötig nach der 18-Stunden-Reise. Verlassen im nirgendwo in Brooklyn versuchten wir nochmals unser Glück und riefen Lizzy alias "our host" mit Erfolg an.
Es dauerte nicht lange und entschliefen in das Land der Träume.
Hiermit endet auch der Anfang der Geschichte. Morgen steht Shopping auf der Tagesordnung, da wir nur mit leichtem Gepäck verreist sind. Da kommt Freude auf.
Gute Nacht ihr lieben Zuhausegebliebenen

PS.: Für etwaige Rechtschreib- und Grammatikfehler wird keine Haftung übernommen. Ich gehe davon aus, ich wollte diese etwaigen Fehler so schreiben! und basta
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