Nachdem ich das Gefühl hatte, dass es meinen letzten Blogs an Würze fehlte, gönnte ich mir zwei Tag blogfrei. Apropo Würze: Hab grad Chili con Carne gemacht und meiner Maus das Würzen überlassen. Ich kann nur eines sagen: "The Chilipowder was hotter than expected".
Schreibversuch des Blogs ;)
Freitag - Downtown
Nach verspäteten Start in den Tag ging es los mit NBC Studio Tour. Hatte mir eigentlich mehr erwartet. Wir wurden in berühmte Studios von NBC geführt. Die beiden Guides hatten beinah Orgasmen, wenn sie von den Akteuren sprachen. Ich konnte leider wenig damit anfangen, da ich weder Dr. Oz noch Saturday Night Life kannte. Nach diesem eher herben Rückschlag fuhren wir Downtown um mit dem Hop on/Hop off Water Taxi, dass uns über den Seeweg rundum Manhattan bringen sollte, zu fahren. Tja. Ein bisschen zu viel geschaut und kurz den falschen Pier genommen, vertröstete uns die eher unfreundlich wirkende Schalterdame mit: last taxi left 5.30. Wir hatten es ein paar Minuten vorher wegfahren sehen.
Dass Frauen immer ihre Männer mustern müssen ;)
Wo ist der scheis Pier 17!!
Nach kurzer Krisensitzung beschlossen wir in die BODIES Exhibition zu gehen. Der krönende Abschluss war der Ground Zero bei Nacht. Die Bauarbeiten der neuen Tower war auch schon sehr Fortgeschritten seit meinen letzten Aufenthalt dort. Schlussendlich ging es wieder in unsere gemütliche Unterkunft heim.
der neue Tower - bald is er a groß :)
und noch ein letztes für alte Erinnerungen
Frisch und ausgeruht nahmen wir uns die Überquerung des East Rivers zu Fuß vor. Die Brooklyn Bridge bot uns eine atemberaubende Sicht auf die manhattaner Skyline. Anschließend wurden noch ein paar Souvenirverkäufer von uns zwar nicht reich, aber wir ließen zumindest ein paar Dollarchen bei ihnen.
Mit der nächsten Metro rauschten wir dann in eine andere Welt. Von Downtown ging es den Schönen und Reichen entgegen. Next Stop: 5th Avenue @ 88 Street. Diese Adresse wird wohl Manchen oder Mancher ein Begriff sein. Ein paar Schritte durch die Upper East und wir betraten den ersten Boden eines Museum. Ich hoffe, dass die Kunstliebhaber mir den nächsten Satz verzeihen. Mein Mäuschen und ich waren mehr von der Architektonik als von der Kunst des Gugenheimer Museum fasziniert, obwohl es was an Sich hat, wenn man mal einen echten Picasso vor Augen hat.
Mit Fortdauer des Nachmittages schlenderten wir ein bisschen im Central Park und schauten den eifrigen Läufern bei ihren teils nicht mehr sehr ergonomischen Laufstilen zu.
Da uns die Fotos von den Läufern zu wider war, mussten Imitationen her :D
Tja, es wurde dann augenmerklich finsterer und somit beschlossen wir Richtung der Station zu fahren, in der wir unseren Hauptattraktion des Abends abholten. Wir erfuhren erst am Abend, dass das Gewitterchen ein Tornado war. Aber da wir keine Kinder von Traurigkeit sind, uns die Zeit wie immer davonlief und uns der Hunger plagte, gingen wir in der PennStation in den KFC. Mit der kleinen Mahlzeit war auch dann schon die Zeit gekommen, wo unser heißersehnter Besuch eintreffen sollte. Treffpunkt war gleich Starbucks in der Pennstation. Na na. Wer erratet's? Es war eine grauenhafte Idee. Natürlich gab es dort mehrere Starbucks und mein Mausi und ich warteten am falschen. Da wir kein Handy mit hatten und das Payphone nicht den Dienst erwies, denn es sollte (scheis Münzenfresser), mühten wir uns ab, uns zu finden. Nachdem es doch geklappt hatte mit Payphone Bescheid zu geben, dass wir sie suchten, mutierte mein Mausi zur Marathonläuferin, die jeden zweiten Menschen bezüglich Starbuckse (was auch immer der Plural von Starbucks sein möge) anquatschte. Auf der Straße vor der Pennstation war wohl die beste Begegnung. Ein Afroamerikaner bemühte mich um eine Zigarette. Mein Mausi kam mir strengen Blickes entgegen, der eine leichte Konnotation von "Könntest du dich bitte beeilen" hatte. Ich muss ja nicht erwähnen, dass ich fleißig hinter ihr her dackelte und zusehen musste, dass ich Fuß hielt. Naja. Ich war mit diesem Afroamerikaner im Gespräch und sie fragte ihn gleich wo der Starbucks der Pennstation sei.
Nachdem er uns keine Antwort geben konnte, rief er kurzerhand die Straße zu irgendwelchen Typen entlang. "Hey man, where is the next Starbucks". Nur zur Ergänzung. Es war ein riesiger Schwarzer (ach scheis auf politische Korrektheit) mit tiefer Stimme. Ein kleiner Chinesoamerikaner oder wie wir sie liebevoll nennen [tsching-tschong] gab die Antwort. ("at the next corner, man"). Jep. That's the spirit. Tja leider vergeblich. Hier war Marlene leider auch nicht. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass der Starbucks der Pennstation 3 Straßen von der Pennstation weg ist und ich überredete mein Marathonmäuschen wieder in die Pennstation zu gehn. Dort fragten wir schließlich unseren Freund und Helfer. Der gab uns den entscheidenden Hinweis und wir fanden den ominösen Starbucks. Die Freude war durch die stündige Wartezeit sicher nicht euphorisch. (Funfact: die 2 Starbuckse waren genau 100m auseinander in der selben Halle; Starbucks = schlechte Idee als Treffpunkt, in Amerika zumindest)
Marlene im Gepäck fuhren wir kurz heim um uns für die nächtliche Sause fertig zu machen.
Es war Stand-Up Comedy am Programm. Da die einstündige Suchorgie eine zeitliches Loch in unsere Zeitmanagement riss, waren wir gezwungen mit dem Taxi zum Club zu fahren. Der nicht sehr vertrauenerweckende Taxifahrer Victor brachte uns in time zur Vorstellung und ich hatte es gleich geschafft mich auf die Schippe nehmen zu lassen. Als die einzigen Auswärtigen gingen einige Späße auf meine Kappe. Aber der Abend stand unter dem Motto: LMFAO! ;)
Der Comedy Abend war vorbei. Was nun. Wir hatten mit den Tickets noch Nachtklub karten dazubekommen. Dieser war nur eine Straße entfernt und somit gaben wir diesen eine Chance.
Was mich da erwartete. Ich kann nur sagen: "I didn't expect that". Ohne irgendwelche Kontrolle oder Gegenwehr standen wir inmitten eines Stripklubs. Die erregten Nippeln der zahlreichen Tänzerinnen schauten mir direkt in die Augen. Nach den ersten Momenten des Schocks kamen wir zur Vernunft und wollten unser Recht der VIP-Tickets einfordern. Tja. Die Tickets sind eine Art Visitenkarte. Der Türsteher erklärte Marlene, dass 30 Dollar Eintritt waren. Er war aber so gnädig uns im Klub verweilen zu lassen. Wir nahmen Platz und schauten den Tänzerinnen bei der Ausübungen ihrer Arbeit zu. Dann kam die Hauptattraktion des Abends. Es war zufällig die Stripperin, an deren Rockzipfel wir in den Klub geschlüpft waren. Nach gut einer halben Stunde warf uns die Kellnerin aus dem Klub, da wir nichts zu trinken bestellten. Somit standen wir vor dem Klub und unterhielten uns gut mit den Türstehern und anderen, die da so rumstanden. Marlene spielte ihre Trumpf-Ass und kontaktierte ihre New York Bekanntschaften und irgendwann hatten wir schließlich ein Ziel. Nur wir wussten nicht, wie wir zur Destination gelangen sollten. Den Typen, den sie frage, war zufällig Lenker einer Limousine und hatte in diesem Moment nichts zu tun. Logische Schlussfolgerung. Limousinentransfer zu Lower East. Lautstärke auf Maximum, die Köpfe in den kühlen Fahrtwind geräkelt, ging es durch Manhattan. Der Rest des Abends verlief eher unspektakulär. Am Ziel unserer Fahrt fanden wir keinen Einlass und somit machten wir uns auf den Heimweg.
Sonntag
"J - E - T - S Jets Jets Jets" dröhnten schon von weiten die Schlachtgesänge der Anhänger der New York Jets. Nach Anreise und Unannehmlichkeiten beim Einlass ins Stadion verfolgten wir wie die Buffalo Bills abgeschlachtet wurden. Die Stimmung im Stadion war einzigartig und ist nicht zu beschreiben. Auf jeden Fall ein heißer Tipp für jeden der in den Staaten verweilt. Den Einbruch der Dämmerung genossen wir am Time Square. Den Ausklang des Abends sollte ein selbst gekochtes Chili con Carne bieten. Da es feuriger geraten war als erwünscht, mussten Tipps aus dem Internet für die Genießbarkeit sorgen. Taten sie schließlich auch.
Die Sonne kochte uns die Rübe weich und beschwerte uns einen schönen Sonnenbrand :(
aber das Spiel war fantastisch; Die Buffalofans taten mir fast schon ein bisschen Leid :D
Luftsprünge am Time Square
Mit vollem Magen bin ich jetzt in freudiger Erwartung auf die Anmeldung meiner Unikurse, die in knapp 3 Stunden beginnen wird.
Da bei mir jetzt die Geisterstunde anbricht, wünsch ich euch einen guten Montag Morgen.
Girio